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DER CANAL DU MIDI

Der von der UNESCO zum Welterbe der Menschheit ernannte Canal du Midi und die Schleusen von Fonserannes sind ein Juwel des Flusstourismus, das Sie während Ihres Aufenthalts in Südfrankreich nicht versäumen sollten.

Der Canal du Midi ist ein Synonym für Entspannung und die angenehmen Seiten des Lebens. Er ermöglicht es, die farben- und aromenreiche Region das Languedoc im friedlichen Rhythmus des Wassers zu entdecken. Von Marseillan, Vias, Cap d'Agde bis Capestang, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Boot: Entdecken Sie bemerkenswerte architektonische Werke in der Nähe von Béziers.

Balade vélo, bord canal du midi - Hérault, le Languedoc © Henri COMTE

Der Canal du Midi in Zahlen

Ecluses de Fonséranes, Canal du Midi - Hérault, le Languedoc © Photothèque Hérault Tourisme - S.Lucchese

- 14 Jahre dauernde Arbeiten
- 241 km Länge, von Toulouse bis zum Etang de Thau
- 63 Schleusen und 350 Ingenieurbauwerke.
-10.000 Boote pro Jahr an den Schleusen von Fonséranes
- 90.000.000 m³ Wasser pro Jahr, um den Kanal zu speisen

Der Canal du Midi ist der längste künstliche schiffbare Wasserweg Frankreichs.

 

In ihrer Enzyklopädie vergleichen Diderot und d’Alembert den Canal du Midi mit römischen Bauwerken. Er war der eine der größten Errungenschaften des 17. Jahrhunderts. Seine Ingenieurbauwerke und der Wunsch, ihn so gut wie möglich in die Landschaft zu integrieren, machen ihn zu einem einzigartigen Werk. Darüber hinaus war sein Einfluss auf den Handel und auf die Entwicklung Südfrankreichs beträchtlich.

Die Magie eines Ortes

Canal du Midi © Photothèque Hérault Tourisme - Julie-Noclercq

Im Süden Frankreichs wurde im 17. Jahrhundert der Wunsch, das Mittelmeer mit dem Atlantik zu verbinden, Realität. Technische Innovation verband sich mit einer besonderen Berücksichtigung von Architektur und Landschaft, die man sonst nur sehr selten findet.

All dies wird durch einen Mann ermöglicht, den Ingenieur Pierre Paul Riquet aus Béziers, der so genial war, das Hauptproblem zu lösen: die ständige und umfassende Versorgung mit Wasser. Er bestimmte den exakten Punkt der Scheitelhaltung zwischen Atlantik und Mittelmeer, lenkte dann das Wasser der umliegenden Bäche um und speicherte es im eigens zu diesem Zweck angelegten Stausee, dem Lac de Saint-Féréol. Von hier aus wird das Wasser in einem letzten Schritt zum Seuil de Naurouze transportiert, wo es zwischen Ost und West aufgeteilt wird, um die beiden Abschnitte des  Canal du Midi zu speisen, einen nach Toulouse, den anderen in Richtung Hérault und Marseillan

Außergewöhnliche Ingenieurbauwerke

Ecluses de Fonséranes, Canal du Midi - Hérault, le Languedoc © Photothèque Hérault Tourisme - Julie Noclercq

Im Lauf des Kanals von West nach Ost durch das Département Hérault folgen zahlreiche Ingenieurbauwerke aufeinander. Versäumen Sie es nicht, diese Schätze zu entdecken:

- Der Malpas-Tunnel: der erste für einen Kanal gegrabene Tunnel der Welt, ganz in der Nähe des Oppidum d'Ensérune
- Die 9 Schleusen von Fonserannes: eine regelrechte Wassertreppe, die es ermöglicht, auf wenig mehr als 300 m einen Höhenunterschied von 21,50 m zu überwinden.
- Die Kanalbrücke von Béziers: Hier fließt der Kanal über den eigenwilligen Küstenfluss Orb hinweg.
- Der Hochwasserdurchlass am Libron im Vias: die Umleitung eines Wasserlaufs über den Kanal mithilfe eines einzigartigen Systems.
- Die runde Schleuse von Agde: Diese weltweit einzigartige Schleuse aus Vulkangestein ermöglicht die Kreuzung dreier Wasserläufe (Canal du Midi, Hérault und Canalet)
- Die Pointe des Onglous, die die Reise wie ein Symbol abschließt und an der sich die Gewässer des Kanals mit denen des Etang de Thau mischen.

Ein Wasserweg im Zeichen der Entspannung

1980 wurde der Güterverkehr auf dem Canal du Midi eingestellt. Der seit 1996 zum Welterbe der Menschheit der Unesco zählende Kanal steht heute im Zeichen der Entspannung, den man bei einer Fahrt mit dem Ausflugsboot, zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Fahrrad über die Treidelwege entdecken kann.

Der Canal du Midi ist eine der schönsten Möglichkeiten, um Béziers und seine Umgebung zu entdecken, die vom Charakter des Südens mit einer reichen Winzer-, Stierkampf- und Rugbytradition geprägt sind.

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